
LIV-CEO Scott O’Neil hat in Bedminster eine Einigung mit einem neuen Investor verkündet – wer das ist und wie viel Geld fließt, ließ er allerdings offen.
Einigung mit neuem Investor – Abschluss steht noch aus
Bei seiner ersten Pressekonferenz seit dem Rückzug des saudischen Staatsfonds PIF hat LIV-Golf-CEO Scott O’Neil am 5. August 2026 in Bedminster eine Einigung mit einem neuen Geldgeber verkündet. Nach seinen Angaben hat sich die Liga mit einem Investor auf einen Einstieg verständigt; das Abkommen sei bereits vom LIV-Vorstand gebilligt worden. Endgültig abgeschlossen ist der Deal jedoch nicht: Man wolle „die Konditionen in den kommenden Wochen finalisieren, mit dem Ziel, im September in eine Transaktion einzutreten“, sagte O’Neil.
Namen und Summe nannte O’Neil nicht. Zuvor war berichtet worden, LIV suche eine Finanzierung von mehr als 300 Millionen Dollar – zeitweise war von bis zu 350 Millionen die Rede. Über den nun gefundenen Ankerinvestor hinaus hätten mehr als ein Dutzend weitere Parteien Interesse an einer Minderheitsbeteiligung bekundet.
„LIV 2.0“: Spieler sollen Mehrheitseigner werden
Kern des Umbaus ist ein Modell, das O’Neil als „LIV Golf 2.0“ bezeichnete: Die Spieler sollen künftig die Mehrheit der Anteile an der Liga halten – ein Schritt, den O’Neil als für eine große Sportliga beispiellos beschrieb. Ausstehende Vertragszahlungen könnten dabei ganz oder teilweise in Eigenkapital umgewandelt oder neu verhandelt werden. Sollte LIV Golf hingegen Insolvenz anmelden, stünden die betroffenen Spieler nach übereinstimmenden Berichten als Gläubiger da.
Weniger Turniere, kleinere Preisgelder
Mit der Neuaufstellung soll auch das Format schrumpfen: Statt der bisher 14 Turniere sind künftig zehn Team-Events geplant. Die Preisgelder sollen niedriger ausfallen als bei den aktuellen Veranstaltungen, die mit je 30 Millionen Dollar dotiert sind.
Unsicherheit über die restliche Saison
Konkrete Garantien für die verbleibenden Turniere der laufenden Saison vermied O’Neil. Das mit 40 Millionen Dollar dotierte Team Championship in Michigan, das in rund drei Wochen stattfinden soll, gilt Berichten zufolge als akut gefährdet; das Einzel-Event in Indianapolis in etwa zwei Wochen könnte auf ein Teamformat umgestellt werden. Der PIF hat zugesagt, die restliche Saison 2026 zu finanzieren.
Zugleich hält der Sparkurs an: Mitarbeiter und Auftragnehmer hatten zuletzt Kündigungen mit 30-tägiger Frist erhalten. Unter den Spielern gab es dennoch verhaltenen Optimismus. „Ich will wirklich, dass es klappt, ehrlich. Es macht großen Spaß hier draußen“, sagte etwa der Australier Cameron Smith.
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