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Schweizer Tetris Prodigy Ilyas scheidet an der RedBull WM frühzeitig aus

Die erste Red Bull Tetris World Final ist Geschichte und setzte neue Massstäbe für kompetitives Arcade Gaming. In Dubai trafen sich die besten Tetris-Spieler aus 60 Nationen, um den Weltmeister zu küren – inszeniert mit einem spektakulären Drohnen-Showdown am Dubai Frame, bei dem das Finalspiel live am Himmel spielbar war.

Aus Schweizer Sicht stand vor allem Ilyas Olbay im Fokus. Der Sieger des Schweizer Qualifiers hatte sich mit seinem Erfolg das Ticket für das WM-Finale gesichert und durfte die Schweiz auf der grössten Tetris-Bühne der Welt vertreten.

Der Weg nach Dubai: Schweizer Qualifier und WM-Traum

Bereits im Vorfeld hatte Olbay bewiesen, dass er zur nationalen Spitze gehört. Mit dem Gewinn des Schweizer Qualifiers setzte er sich gegen starke Konkurrenz durch und qualifizierte sich für das internationale Teilnehmerfeld. In Dubai angekommen, wartete jedoch die absolute Weltelite – inklusive Spieler, die international seit Jahren konstant Top-Resultate liefern.

Top 32 gegen einen Favoriten: Ein harter, aber lehrreicher Auftritt

Im WM-Bracket startete Olbay als Seed 28 und traf als Erstes auf Dimitur S. aus Ungarn mit dem Seed 37, ein also dem Anschein nach schwächerer Gegner, den Ilyas 2:0 besiegen konnte und sich somit in die Top32 vorarbeiten konnte.

Da wurde er mit dem sehr starken Injun S. aus Südkorea gematcht, der als Seed 5 ins Turnier ging. Der Unterschied im Seeding zeigte sich vor allem in der Konstanz und Effizienz der Spielweise. Olbay musste sich am Ende 0:2 geschlagen geben und schied in den Top 32 aus.

Trotzdem ist die Leistung ein klares Ausrufezeichen. Gegen einen international etablierten Top-Spieler anzutreten, zeigt, auf welchem Niveau sich die Schweizer Szene inzwischen bewegt. Dass sein Gegner zu den absoluten Medaillenanwärtern zählte, unterstreicht, wie anspruchsvoll die Top32 der Red Bull Tetris WM war.

Der Champion: Fehmi schreibt Tetris-Geschichte

Den Weltmeistertitel sicherte sich Fehmi Atalar aus der Türkei. Der 19-jährige Informatikstudent gewann das Grand Final gegen Leo Solórzano aus Peru und ging damit als erster offizieller Red Bull Tetris World Champion in die Geschichte ein.

Der zurecht stolze, türkische Gewinner der Red Bull Tetris WM Fehmi Atalar. | Quelle: Sabah.com

Fehmi bringt eine beeindruckende Vita mit:
Er spielt seit seinem Teenageralter intensiv Tetris, ist in mehreren Versionen wie Tetris Effect: Connected, TETR.IO und NES Tetris aktiv und hält mehrere nationale Rekorde. Sein Erfolg in Dubai ist das Resultat jahrelanger Spezialisierung, analytischer Stärke und enormer mentaler Ausdauer. Beeindruckend.

Quelle: Yalova University

Mehr als nur ein Turnier

Die Red Bull Tetris WM war weit mehr als ein klassisches Esports-Event. Mit einem live spielbaren Finale am Himmel, über 4’000 Drohnen und einer globalen Qualifikationsphase zeigte das Event, welches Potenzial auch in Puzzle-Games steckt. Tetris bewies einmal mehr, dass mechanische Präzision, Speed und Entscheidungsfindung auf höchstem Niveau echte Hochleistung sind.

Fazit: Schweizer Hoffnung lebt weiter

Auch wenn der Run von Ilyas Olbay in den Top 32 endete, bleibt sein Auftritt ein wichtiger Meilenstein für die Schweizer Tetris-Szene. Die Teilnahme an der ersten Red Bull Tetris WM, das Kräftemessen mit der Weltelite und die internationale Sichtbarkeit sind ein starkes Signal.

Der Blick geht bereits nach vorne: Nächstes Jahr drückt die Schweiz erneut die Daumen – in der Hoffnung, wieder einen Vertreter auf der Weltbühne zu sehen und vielleicht den nächsten Schritt Richtung Finaltage zu machen. 🟦🟥🟨

Schweizer Tetris Prodigy Ilyas scheidet an der RedBull WM frühzeitig aus
veröffentlicht auf ESPORTS.CH

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